Ja, die Sensoren basieren auf DMS – Technik (Metallfolie) und können sowohl statisch (ab 0 N) als auch dynamisch messen. Der Frequenzbereich ist abhängig von der Bauform, dem Messbereich und der gesamten schwingenden Masse.
Es handelt sich jeweils um Aufnehmer die eine Kraft berechnen. Wägezellen werden so montiert, dass die Kraftrichtung zur Erdoberfläche zeigt. Aufgrund der vielen Anwendungsmöglichkeiten gibt es auch entsprechende Ausführungen der Federkörper.
LCM100 (Zug- und Druck, bds. Gewinde): Durchmesser: 9,5 mm, Höhe Inkl. Gewinde): 12,2 mm
LLB130 (Zug): Durchmesser: 9,5 mm, Höhe: 3,3 mm
Es handelt sich bei den angebotenen Kraftaufnehmern/Wägezellen um hochpräzise Produkte, die zu einem Großteil per Hand hergestellt werden.
Diese zeichnen sich aus durch geringe Nichtlinearitäten, Hystereseeffekte, Wiederholbarkeit, Temperaturabweichungen.
Die Genauigkeit, also die Kombination der genannten Kenngrößen kann je nach Ausführung ein wenig variieren. Diese Werte können Sie den jeweiligen Datenblättern entnehmen.
Wir geben bei den einzelnen Produktfamilien keine Genauigkeitsklassen an, da die Ermittlung nicht normiert ist und jeder Hersteller diese eigens ermittelt und somit nicht ohne Weiteres mit gleichwertigen Produkten anderer Hersteller vergleichbar sind.
Wenn Sie uns Ihre Messanwendung beschreiben (Sie können hierzu das Anfrageformular nutzen, wo wichtige Kenngrößen und Informationen über Ihre Anwendung abgefragt werden) und die gewünschte Genauigkeit mitteilen, können wir geeignete Produkte anbieten.
Hinsichtlich der Messkette, die Sie für die Datenerfassung benötigen (Verstärker, Filter, AD-Wandler) müssen auch die Messabweichungen aller gewählten Komponenten berücksichtigt werden. Ein sehr genauer Sensor ist unnütz, wenn die nachgeschaltete Instrumentierung / Datenerfassung schlechtere Werte aufweist.
Die Genauigkeit, die Messabweichung des Systems richtet sich nach dem schlechtesten Teilnehmer.
Wir bieten Ihnen auf Wunsch für Ihre Anwendung gut aufeinander abgestimmte Messketten an. Die Komponenten werden dann zusammen kalibriert. So erhalten Sie eine Aussage über die Gesamtgenauigkeit.
Die von uns vertriebenen Kraftsensoren basieren auf piezoresistiver DMS-Technologie – Kraft bewirkt eine Widerstandsänderung.
Unter Piezosensoren versteht man im allgemeinen piezoelektrische Aufnehmer – Kraft bewirkt eine Ladungsverschiebung. Mit dieser Technologie kann man nicht statisch messen, die Vorteile liegen im hochfrequenten Bereich. Ebenso ist der Einsatz bei sehr hohen Temperaturen kein Problem. Die Datenerfassung ist hier aufwendiger als bei DMS Sensoren.
Den kleinsten Messbereich (0 -10 g) bietet der LSB200 (S-Beam Ausführung).
Eine Funktionsprüfung ist einfach und kann in wenigen Schritten durchgeführt werden. Messen Sie die Brückenimpedanzen, den Offset und, falls möglich, den Ausgang bei einer bekannten Last.
Weitere Informationen, sowie ein Video finden Sie auf der Produkt- bzw. unserer Support-Seite.
Wenn die Aufnehmer über den im Datenblatt angegebenen Überlastbereich verwendet wurden, ist eine Reparatur nicht mehr möglich, da sich die DMS im plastischen Bereich befinden.
Kraftsensoren/Wägezellen unterscheiden sich in ihrer Robustheit gegenüber Umwelteinflüssen. Die IP-Schutzklassen (auch bekannt als „International Protection Rating“) sind ein Klassifizierungssystem, das angibt, wie gut ein Gerät vor Fremdkörpern wie Staub, Feuchtigkeit, Flüssigkeiten und versehentlichem Kontakt geschützt ist. Wir bieten Wägezellen mit der Schutzart IP 67 an, was bedeutet, dass das Gerät bis zu 30 Minuten lang dem Eintauchen in einen Meter tiefes Wasser standhalten kann. Dies verringert das Risiko von Schäden während der Installation und eröffnet mehr Anwendungsmöglichkeiten unter nassen, regnerischen oder sehr feuchten Bedingungen. Informationen hinsichtlich der Schutzart finden Sie auch in den Datenblättern.
Nein, die von uns angebotenen Sensoren basieren auf (Sub-) Miniaturausführungen mit hoher Genauigkeit und Langzeitstabilität. Zur Datenerfassung empfehlen wir präzise Messverstärker.
Das hängt von der Größe und Art des Kabels ab. Die sehr kleinen Baugrößen haben Ausgangskabel mit kleinem Durchmesser (z.B. AWG 34).
Hier ist eine Reparatur sehr schwierig oder nicht möglich. Bei einem Kabelbruch direkt am Sensorausgang kann dieser gar nicht repariert werden. Achten Sie auf eine ausreichende Zugentlastung bzw. verlegen Sie das Kabel in einer Schleife. Die Kabelzuführung sollte nicht von oben erfolgen, da sonst durch Kondensatbildung Wassertropfen bilden können, die dann in den Sensor laufen. Wenn der Aufnehmer nicht über eine entsprechende Schutzart verfügt und die Umgebung sehr feucht ist, können Sie den Kabelaustritt mit Epoxidharz abdichten.
Als Alternative bieten wir auch Kraftsensoren mit Steckeranschluss an.
Ja, alle Kraftsensoren werden vor der Auslieferung kalibriert. Standardmäßig mit einer Werkskalibrierung (NIST), wobei die Zug-/Drucksensoren nur auf Zug kalibriert werden. Optional kann die Kalibrierung auch auf Druck oder Zug/Druck erfolgen. Weiterhin bieten wir als Option eine Kalibrierung nach ISO17025 (A2LA) an. Welche Art der Kalibrierung für Sie infrage kommt, erläutern wir Ihnen gerne.
Die Auflageflächen der Kraftaufnehmer/Wägezellen müssen glatt und verwindungssteif sein, damit die gleiche Gegenkraft erzeugt wird (actio = reactio).
DMS Kraftsensoren vertragen des Weiteren keine Querkräfte. Das Messsignal kann verfälscht und im schlimmsten Falle der Sensor zerstört werden. Unsere Datenblätter enthalten jeweils entsprechende Einbauhinweise.
Schließen Sie den Sensor während der Montage an. So können Sie während der Installation den Sensorausgang auf Auswirkungen auf den Nullpunkt überwachen, um Schäden wie eine dauerhafte Nullpunktverschiebung und Überlastung zu vermeiden.
Vermeiden Sie es, die Zugentlastung zu knicken. Bei dynamischen oder beweglichen Anwendungen sollten die Biegungen im Kabel einen Radius von höchstens dem Zehnfachen des Sensorkabeldurchmessers nicht überschreiten; bei einmaligen statischen, dauerhaften Biegungen sollte der Radius nicht mehr als das Zwei- bis Dreifache des Kabeldurchmessers betragen.
Kontaktieren Sie uns, wenn Sie hinsichtlich des Einbaus Fragen haben.
Wenn Sie einen hohen Offset messen, der Sensor nach Belastung in Höhe des Messbereichsendwertes noch ein höheres Signal ausgibt, wurde der Aufnehmer überlastet und ist nicht mehr reparabel. Die Messung der Brückenimpedanzen kann trotzdem korrekt sein. Der Grund hierfür ist, das Subminiatursensoren im höheren Messbereich eine sehr kleine Deflection (Durchbiegung) ausweisen und Digitalmultimeter diese wiederum sehr kleine Widerstandsänderung nicht auflösen können.
DMS Metallfoliensensoren sind sehr zuverlässig, langlebig und langzeitstabil, wenn sie unter den vorgegebenen Parametern (Last, Umgebung (Temperatur, Feuchte), Einbau eingesetzt werden.
Hierzu haben wir einen Blogbeitrag erstellt: Wahl der richtigen Abtastrate / Abtastfrequenz.
Ja, wir können auch solche Kraftaufnehmer liefern. Bitte kontaktieren Sie uns,
Ja, wir bedienen auch sehr gerne OEM-Kunden und haben schon standardmäßig einige Ausführungen (Beispiel) im Programm.
Kontaktieren Sie uns dann bitte, auch wenn Sie für Ihre Produkte Sonderanfertigungen benötigen, die wir nicht im standardmäßigen Lieferumfang haben.
Ein Großteil der Sensoren und Messtechnik ist innerhalb von 2-4 Wochen lieferbar, sofern es sich nicht um Sonderausführungen handelt. Sollte die Zeit drängen, bieten wir optional eine Expresslieferung an.
