Messdatenerfassung



Sensorsignale sind im allgemeinen „Rohdaten“, d.h. sie müssen zur Weiterverarbeitung aufbereitet werden. In analogen Messketten werden durch die Instrumentierung Normsignale erzeugt (zum Beispiel +/-10V oder 0/4-20 mA), die dann in den nachgeschalteten Automatisierungsanlagen (Computer, SPS etc.) weiterverarbeitet werden.
Bei piezoresistiven Sensoren mit mV/V-Ausgang setzt man dazu spezielle Messverstärker für Dehnungsmessstreifen ein.
Ein handelsüblicher Spannungsverstärker reicht hier nicht aus, da die Wheatstone-Brücke im Ausschlagverfahren betrieben wird und sensibel auf Spannungsschwankungen reagiert und das Signal somit unbrauchbar macht.

Die Verstärker sollten eine stabilisierte Speisespannung liefern und rauscharm sein. Weiterhin ist bei Frequenz-behafteten Messungen auch darauf zu achten, Unterabtastungen zu vermeiden, was bedeutet, dass der Verstärker über eine entsprechend große Frequenzbandbreite verfügen muss.

Abtastungen des Sensorsignals sollten ca. das 8- bis 10-fache der Frequenz des Sensorsignals betragen.
Das Nyquist-Shannon Theorem lässt sich hier nicht anwenden, da die Information des Signals in der Amplitude liegt.

Bei Messanwendungen werden auch elektrische Filter eingesetzt. Hier ist auch abzuwägen, welche Fabrikate/Ausführungen zu verwenden sind (z.B. Bessel- oder Butterworth-Filter). Dies hängt von der Applikation bzw. an die Anforderungen des Filters ab (z.B. Schnelligkeit, Linearität bis zur Eckfrequenz).

Unser Lieferspektrum in der Messdatenerfassung/-Verarbeitung:

Anwendungsbeispiel: analoge und digitale Technik am Beispiel einer Silo-Gewichtsmessung

load cells for silos silo load cell

Auf der linken Seite sammelt eine analoge „Junction Box“ die Signale aller vier Kraftsensoren und bildet die Summe, die dann als ein Analogwert ausgegeben wird.
Dieser analoge Wert kann dann an ein digitales Display oder -Handheld angeschlossen und visualisiert werden.
Diese Signale werden dann auch parallel oder nach Abschluss der Messungen (die Geräte arbeiten als Logger) in den PC geladen und dort mittels entsprechender Software weiter verarbeitet.
Auf der rechten Seite werden die Signale durch einen A/D-Wandler in Form eines >USB-Kits direkt erfasst und in den PC übertragen.

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